Gaymeinsam gegen Corona!


Normalerweise startete im Mai die jährliche CSD-Saison und steuerte in den drei darauffolgenden Monaten stets auf ihre Höhepunkte zu. Normalerweise. Denn auch im Sommer 2.0 mit Corona ist noch so einiges anders – und umso mehr ist Zusammenhalt gefragt.

Das haben auch die Macher hinter dem CSD Würzburg erkannt und den Pride-Monat Juni sowie den CSD unter das Motto „gayMainsam“ gestellt: „Bereits im letzten Jahr konnte man sie deutlich bei unserer CSD-Kundgebung an den Mainwiesen spüren: diese Sehnsucht nach queerer Sichtbarkeit im gesellschaftlichen und öffentlichen Raum, nach Leichtigkeit und nach queerer Gemeinschaft“, so das Team des CSD Würzburg.

Für einen Moment haben im letzten Jahr die Teilnehmer vergessen, dass sie sich eigentlich mitten in einer Pandemie befanden. Ein Jahr später ist Corona noch immer omnipräsent, auch wenn dank der stetig steigenden Zahl der Impfungen allmählich einige Lockerungen in Sicht sind. Doch gerade das eingeforderte Social Distancing hat viele in der Community stark getroffen, auch in der Main-Region bekamen das viele LGBTQ-Menschen zu spüren, so das CSD-Team weiter: „Die Corona-Pandemie geht allen an die Substanz und traf auch insbesondere viele in der LGBTIQA*-Community schwer. Begegnungen und Austausch fehlten und fehlen immer noch; die Schutzräume, gerade in der Outing-Phase, sind schwerer zugänglich. Queere Online-Treffen und Beratungsangebote sind sicher hilfreich, können echte Begegnungen im real life aber nicht ersetzen.“


Besonders trifft es dabei gerade im ländlichen Raum auch Singles und Alleinstehende – kurzum das „Wir“-Gefühl fehlt enorm. Gerade auch deswegen kam es zu dem CSD-Motto „gayMainsam“. Die Macher des CSD Würzburg wollen damit den Fokus auf genau diesen Gemeinschaftsaspekt legen: „GayMainsam ist uns allen, dass wir uns zur LGBTIQA*-Community zugehörig fühlen und uns mit ihr solidarisieren. Deshalb wollen wir gayMainsam die Vielfalt, die uns ausmacht, im Pride-Monat Juni mit dem Würzburger CSD im Rathausinnenhof als Höhepunkt zeigen. Wir wollen uns - zumindest symbolisch - die Hände reichen, solidarisch sein und gayMainsam für die Ziele der Community einstehen.“

Ein tolles Motto! Für Ende Juni hat das Team des CSD Würzburg ein buntes „Pandemie“-Programm zusammengestellt. Drei Tage lang ab dem 25. Juni soll die Community sichtbar sein, nach der politischen Eröffnung im Rathaus ist tags darauf am Samstag ein Demozug durch die Innenstadt geplant, rund um den Marktplatz, am Juliusspital vorbei bis zum Hauptbahnhof und zurück. Ab 14 Uhr steigt dann das Straßenfest im Innenhof des Rathauses mit einem bunten Bühnenprogramm. Nebst vier Drag-Queens werden auch Daniel Schumacher („Deutschland sucht den Superstar“) und die Kultmusiker von Fink Bass ihr Bestes geben. Am Sonntag dann endet der CSD mit einer queeren Andacht. Natürlich kann es durch die Pandemie kurzfristig zu Änderungen kommen, weswegen es stets ratsam ist, sich auf der Homepage von Queer Pride Würzburg zu informieren.

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