Die leeren Augen von Birtney Spears


Auch an uns ist die #freebritney-Bewegung nicht spurlos vorbei gegangen. Wir alle kennen und lieben die blonde Sängerin durch Hits wie „Toxic“, „Oops, I Did It Again“, „Work B**ch“, oder „Baby One More Time“. Für uns zählen schon immer die Hits der Texanerin mehr als die unzähligen Skandale, die sich wie ein roter Faden durch ihr Leben ziehen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten steht Britney Spears nun in der Öffentlichkeit, hat so ziemlich alle ups and downs durch und könnte mit ihren unglaublichen Geschichten vermutlich nicht nur ein Buch füllen.

Mit ihrem Vermögen könnte sie sich entspannt zurücklehnen und nur noch Projekte annehmen, die ihr wirklich zusagen. Also, an welcher Station ist sie falsch abgebogen? Es scheint doch so, als hätte sie alles. Zwei gesunde Söhne, eine erfolgreiche Karriere und ein Leben, wovon Millionen Menschen nur träumen. Was sie aber anscheinend nicht hat, ist ein stabiles Umfeld, welches ihr den Rücken stärkt.

Was wir also alle von Britneys Leben lernen können, ist, dass Geld und Ruhm kein Garant für Glück und schon gar kein Ersatz für Liebe und Mitgefühl sind. Ein offensichtlicher Hilfeschrei endete 2007 mit Klinikaufenthalten und einer anhaltenden Hetzjagd durch die Presse. Zu allem Übel übernahm dann auch noch Britneys Vater Jamie Spears den offiziellen Vormund, welcher bis heute anhält und nun der Stein des Anstoßes für die #freebritney Kampagne zu sein scheint. Wie mag es wohl sein, als erwachsene Frau auf Schritt und Tritt verfolgt zu werden und dann auch noch im Privatleben so limitiert zu sein? Wie balanciert man sich aus und noch viel wichtiger, wie findet man so wieder zu sich selbst?

Alle wollen ein Stück von ihr abhaben, sind aber nicht bereit, die Stücke wieder zusammenzusetzen, wenn sie zerbrochen auf dem Boden liegen. Gut zusammengefasst in ihrem Song „Piece Of Me“. Als man Britney kurz nach dem „Glatzen-Skandal“ wieder im knappen Bikini und geklebten Haarteilen auf die Bühne der MTV-Awards ließ, war wohl so ziemlich allen klar, hier steht der Geld-Esel Britney im Vordergrund und nicht mehr der Mensch. Die Show muss eben weiter gehen, aber um welchen Preis?

Sind Geld, Einfluss und Verkaufszahlen wirklich wichtiger als Geist, Körper und Seele einer jungen Frau? Scheint zumindest so, schaut man auf das Leben der Britney Spears. Schaut man sich aktuellere Konzerte und Auftritte der Sängerin an, bekommt man schnell den Eindruck, dass eine leere Hülle über die Bühne gezogen wird, die einfach nur noch zu funktionieren hat. Zwar glitzern ihre Kostüme, aber ihre Augen tun das schon lange nicht mehr. Im Jahr 2020 sind es jetzt wieder ihre Fans, die sich um sie sorgen und ein besseres Leben für die Sängerin fordern. Lasst diese junge Frau nicht in die Fußstapfen von Amy Winehouse oder Whitney Houston treten, sondern nehmt die Dollar-Zeichen aus den Augen und seht endlich den Menschen Britney Spears. Free Britney!

Autor: Robin Höhn

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