Celine Dion steht in Flammen!


Nach sieben langen Jahren meldet sich das kanadische Stimmwunder Celine Dion endlich mit einem neuen englischsprachigen Album zurück. Nach dem gelungenen Album „Loved Me Back To Life“ im Jahre 2013 kommt nun der nächste Hit:„Courage“.

Für „Courage“ holte sich die Sängerin, die 1988 den Eurovison Songcontest für die Schweiz gewann, namenhafte Produzenten wie David Guetta, Skylar Grey und die australische Sängerinnen Sia mit ins Boot. Celine ist bekennender Sia-Fan, was sich sowohl bei „Loved Me Back To Life“ als auch bei der neuen Platte in Songs wie „Heart of Glass“ stark bemerkbar macht.

Celine´s samtig-weiche Stimme passt wunderbar zu den modernen Beats ihrer Kollegen und man hört nach 40 Jahren Karriere noch immer eine Weiterentwicklung. Respekt! Musikalisch ist „Courage“ ein gekonnter Mix aus Pop, RnB und Dance Music, was der Starter „Flying On My Own“ unter Beweis stellt. Ein harter Beat, den man von Celine Dion gar nicht gewöhnt ist.

Für eingefleischte Celine Dion Fans wurden natürlich auch die ruhigeren Töne nicht vernachlässigt und so beweist uns die Queen der Balladen in Songs wie „Say Yes“ oder „Perfect Goodbye“ mal wieder, warum sie noch immer eine der größten Künstlerinnen unserer Zeit ist. Mit meinem Highlight des Albums, dem Song „The Hard Way“, wäre die Titanic mit Sicherheit nicht untergegangen. Unglaublich glaubhaft und überzeugend gesungen!

Was mich ja jedes Mal wieder fasziniert, ist die Tatsache, dass so eine mächtige Stimme in einem so zierlichen Körper Platz findet. Was ich damit sagen will: Das ein oder andere Butterbrot mehr würde der Dame jetzt nicht schaden, aber hey, there´s no business like showbusiness! Am I right? Nach dem Tod ihres Ehemannes und Manager René Angélil im Jahr 2016 musste sich die Sängerin mit Sicherheit neu sortieren und war zudem erstmals selbst für die Gestaltung ihrer Musik verantwortlich. Das bei dem ganzen Stress mal die ein oder andere Mahlzeit weggefallen ist, ist wohl verständlich.


Der Verlust wird thematisch natürlich in Songs wie „For the Lover that I lost“ aufgegriffen und half der dreifachen Mutter höchstwahrscheinlich auf kreative Weise, das ein oder andere Gewicht von ihren zärtlichen Schultern zu nehmen. Obwohl Celine keinen der 20 Songs selbst geschrieben hat, ist „Courage“ ein sehr persönliches Album geworden, das viele Einblicke in das Privatleben der Sängerin gewährt.

Ich persönlich würde sehr gerne einen Song hören, der komplett aus der Feder von Celine stammt. Vielleicht spart sie sich den ja für ihr nächstes Album auf. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Als erste Single wurde der gleichnamige Track „Courage“ ausgekoppelt, welcher meiner Meinung nach allerdings nicht der stärkste Track auf dem Album ist, aber ihr Label wird es besser wissen.

Passend zu Musik und Text präsentiert sich Celine auf dem Cover des Albums wie der Phoenix aus der Asche und zeigt sich stark mit wilden Flammen im Hintergrund. Wer wie ich ein Fan vom alten Medium CD ist, wird sich über das Innenleben sehr freuen, denn in der Deluxe Edition des Albums entfaltet sich das Booklet zu einem Poster, in dem Celine sexy wie nie von der Sängerin zum verführerischen Vamp mutiert.

Das goldene Outfit auf dem Poster wurde zwar schon von Beyonce im Musik-Video zu „Sweet Dreams“ präsentiert, aber das scheint die Sängerin offensichtlich nicht weiter zu jucken. Celine versteht es eben, die klassische Diva und Modernität in Einklang zu bringen und traut sich, im Gegensatz zu anderen Diven ihrer Kragenweite, bereits getragene Mode neu zu interpretieren. Hier also ein Daumen hoch für Nachhaltigkeit. Alles in allem kann man guten Gewissens sagen: der weltweite Erfolg von „Courage“ ist gerechtfertigt und macht definitiv Lust auf mehr. Aber bitte liebe Celine, lass uns nicht wieder sieben Jahre lang auf neue Musik warten, wir brauchen dich nämlich!


Daumen hoch für:                                  

„The Hard Way“                            

„Look At Us Now“                                   

Daumen runter für:

„Nobody´s Watching“

„Falling In Love Again“

 Erschienen bei Sony Music


Autor: Robin Höhn


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