Fit in den Frühling!


Sitzen ist das neue Rauchen!

Warum Workout so wichtig in Corona-Zeiten ist!

Wie jedes Jahr begann auch 2021 mit den guten alten Vorsätzen. Weniger trinken, das Rauchen aufhören und vor allem mehr Sport. Der Weihnachtsbraten und die Butterstolle hängen in Form von kleinen Fettpölsterchen noch immer am Bauch und die Brust war auch schon mal fester. Dazu kommt, dass durch das anhaltende Homeoffice und die Quarantäne-Regeln der alltägliche Bewegungsablauf sich zudem stark reduziert hat. Die Sporthose wird daher nur noch angezogen, wenn man mit den Kollegen ein Zoom-Meeting hat. Dabei spielt Bewegung und insbesondere Sport eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit. Bewegung spielt sogar eine wichtige Rolle für unser Leben, da laut einer Studie, die im American College of Cardiology veröffentlicht wurde, die „Extremsitzer“ ein um 80 Prozent erhöhtes früheres Sterberisiko haben. Sitzen ist das neue Rauchen. Mit einer regelmäßigen Bewegung und einem angepassten Sportprogramm arbeitet man aktiv und präventiv gegen Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und es steigert auch noch das Immunsystem. Wem Sport zu anstrengend ist, der kann auch schon mit kleinen Aktivitäten Großes bewirken.

Allein zweieinhalb Stunden aktives Spazierengehen pro Woche verringert bei Menschen das Diabetesrisiko um 30 Prozent. Bei Menschen, die bereits an Diabetes erkrankt sind, kann laut Studien der HbA1c-Wert um 0,5–0,7 Prozent gesenkt werden. Körperliche Aktivität befeuert einen insulinunabhängigen Mechanismus, mit dem die Körperzellen Glukose aus dem Blut besser aufnehmen können. Der Blutzuckerspiegel sinkt und die Insulinsensitivität steigt. Auch das Herz-Kreislauf-System lässt sich nachweislich durch regelmäßige Bewegung positiv beeinflussen. Schon fünf bis zehn Minuten langsames Joggen am Tag reduziert das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben um fast zwei Drittel. Das Optimum für die Herzgesundheit sind rund dreieinhalb Stunden moderater Sport pro Woche.


Da die soziale und körperliche Distanz einen auf die Seele schlägt, ist Sport auch hier ein kleines Wundermittel. Sport erhöht die Konzentrationen von Dopamin, Serotonin und Noradrenalin im Blut, die über die Aktivierung unseres Belohnungssystems die Stimmung verbessern und Stressgefühle vermindern. Körperliche Aktivität taugt so als äußerst effektives Mittel gegen Depressionen. Laut Studien reichen bereits 30 Minuten Joggen pro Woche aus, um einen ähnlich positiven Effekt zu bewirken wie bei der Einnahme eines Antidepressivums.

Joggen alleine reicht vielen Sportbegeisterten allerdings nicht. Sie wollen Muskeln aufbauen, Fett verbrennen und einen straffen Körper haben. Was tun, wenn die Fitnessstudios aufgrund des Corona-Lockdowns zu sind? Home-Workout beziehungsweise On-Demand-Kurse sind dabei die Zauberwörter. So bieten verschiedene Anbieter das Training auch für zu Hause an. Angefangen beim einfachen Workout ohne Hilfsmittel bis hin zu Hightech-Trainingsvarianten. Bei dem einfachen Workout für zu Hause sind bei den Übungen drei Komponenten entscheidend: Die eigene Körperkraft, das eigene Körpergewicht und der Luftwiderstand ersetzen die Gewichte. Wenn man dann noch einen guten Online-Trainer findet, kann man viele Muskelpartien gut ohne große weitere Hilfsmittel trainieren. Im Internet findet man sehr viele Fitness-Youtuber, die einen in 10 Minuten Speed-Fit oder in 30 Minuten Power-Workout zum Schwitzen bringen.

Zu den angesagtesten YouTube-Trainern gehört Sascha Huber. Der Österreicher hat bei YouTube mittlerweile über eine Million Follower und bei Instagram über 300.000 Abonnenten. Pro Clip setzt er immer wieder bestimmte Schwerpunkte und motiviert einen nicht nur mit guten Motivationsreden, sondern spätestens ab der zweiten Trainingshälfte auch damit, dass er sein T-Shirt auszieht. Neben den einzelnen Fitness-YouTubern findet man auch von den Fitness-Ketten kostenlose Trainingsvideos.


Alternativen gibt es auch über einige Universitäten, die eigene On-Demand-Kurse anbieten, wie zum Beispiel das Zentrum für Hochschulsport der Uni Potsdam. Zu empfehlen ist, dass man sich die Trainingsvideos vorher schnell durchschaut. Denn nicht jede Übung ist für die Wohnung geeignet. Hohe Sprünge könnten zum Problem mit den Nachbarn führen oder die Gläser im Schrank klirren lassen. Gleichzeitig kann man schauen, ob Werbung dazwischen geschaltet ist. Gerade bei den freien YouTuber-Videos kann Werbung in das Videos eingebaut sein, was im Training sehr nervig sein kann.

Neben den zahlreichen kostenlosen Angeboten bieten fast alle Fitness-Ketten zahlungspflichtige Home-Workouts an. Wer schon in einem Fitnessstudio angemeldet ist und gerade durch den Lockdown dieses nicht besuchen kann, der hat oft die Möglichkeit, das Online-Angebot kostenlos zu nutzen. Hier kann man dann an zahlreichen Live-Kursen teilnehmen, wobei es hier oft auch Unterschiede gibt. Bei einigen ist die Anzahl der Teilnehmer begrenzt, bei anderen braucht man bestimmte technische Voraussetzungen, um teilzunehmen. Gerade für kleine Gruppenkurse und Kurse mit einem Personal-Trainer muss eine Webkamera vorhanden sein. Vorteil ist, dass der Trainer Übungsfehler sofort sieht und korrigierend eingreifen kann. Bei einigen Angeboten reicht auch ein Smartphone oder noch besser ein Smart-TV, wo man die App herunterladen kann und gegen eine monatliche Gebühr verschiedene Angebote der Fitnessketten nutzen darf.


Für den ganz großen Geldbeutel gibt es zudem Angebote, die ein spezielles Trainingsgerät voraussetzen, wie zum Beispiel ein Speedbike. Hier zahlt man erst einmal 2.000 Euro bis 3.000 Euro für das Hightech-Bike und zusätzlich eine monatliche Mitgliedschaft, um die professionellen Angebote nutzen zu können. Für die „sportbewussten“ Gamer gibt es übrigens ebenfalls tolle Möglichkeiten. Hierbei ist die Nintendo Switch mit verschiedenen Angeboten sehr gut dabei. Aber auch die Wii und die PS4 (PS4 VR) bringen den letzten Couchpotato zum Schwitzen. Für die guten Vorsätze kann man bei vielen Sachen gute Ausreden finden, um jene nicht einhalten zu müssen. Was die Fitness angeht, gibt es allerdings keine Ausrede. Es gibt viele Möglichkeiten und Angebote, um sich fit zu halten. Man muss nur erst einfach einmal anfangen und kann dann deutlich fitter in den Sommer starten.


Fotograf: Hector Navarro

Models:

Veto Barraza (unteres Bild links)

Sebastian Ahlefeld, Autor (unteres Bild rechts)

Copyright: B-World Media

Hat Dir der Artikel gefallen? Dann unterstütze das MyGay Magazine! Wie wäre es mit unserem aktuellen eBook oder einem Jahres-Abo des MyGay Magazine? Schreibe uns einfach eine eMail an: [email protected]

Interesting Reads
Reload 🗙